Generation Bachelor – Optimiert und abgeschmiert

Der folgende Artikel befasst sich mit dem Leistungsstreben, gestiegenen Ängsten und Erwartungen der heutigen „Generation Bachelor“. Unterstellt wird eine „Castingmentalität“ sowie eine frühzeitige strategische und effiziente Ausrichtung des Studiums.

 http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/bachelor-studenten-eine-generation-unter-druck-a-834713.html

Dies deckt sich mit Erkenntnissen, die Göring & Möllenbeck im Artikel Sport in Zeiten von Bologna. Über den institutionellen Wandel des Hochschulwesens und dessen Folgen für das Sporttreiben von Studierenden (Lucius-Verlag, im Druck) dargelegt haben:

„Die vergleichsweise hohe Normierung von Studienanforderungen im neuen Studienmodell führt dabei zu einer lebensweltlichen Anpassungsleistung, die in unterschiedlichen Formen von Selbstmanagementstrategien einen Ausdruck findet. Studierende der neuen Studiengänge bewältigen die neuen Anforderungen, indem sie ihren Studienalltag strategisch planen und organisieren. Effizienz scheint dabei zu einer wesentlichen Handlungsmaxime zu avancieren, der auch das Sportreiben unterworfen wird.“

Die Ausübung sportlicher Aktivitäten im Setting Hochschule scheint sich teilweise zu verändern. Diese wird zunehmend nach Effizienskriterien gestaltet und zeigt sich beispielsweise durch einen zunehmend unverbindlichen Organisationsrahmen (Fitnessstudio, Jogging, Teilnahme an Fitnesskursen etc.). Dabei treten Motive wie Steigerung des Befindens, Steigerung der Leistungsfähigkeit, Spaß oder Ablenkung in den Vordergrund, während beispielsweise das Leistungsmotiv bei Studierenden kaum noch eine Rolle spielt.

Körperliche Aktivität und kognitive Leistung

Sport und Bewegung können die Leistung des Gehirns verbessern. Verschiedene neurowissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass die regelmäßige Ausübung körperlicher Aktivitäten das Gehirn vor Verfall schützt und zur kognitiven Beweglichkeit beiträgt, auch in höherem Lebensalter. Nach wie vor ist jedoch unklar, ob diese positiven Effekte ausschließlich durch Ausdaueraktivitäten zu erzielen sind. Hier der Link zum Artikel „How Exercise Could Lead to a Better Brain“ aus der New York Times:

http://www.nytimes.com/2012/04/22/magazine/how-exercise-could-lead-to-a-better-brain.html?_r=1&ref=magazine

Gesundheitliche Schäden durch intensives Ausdauertraining

Laut einer aktuellen kanadischen Studie (O´Keefe et al. 2012) könnten Marathonläufer, Triathleten und Langstreckenradfahrer ihr Herz langfristig schädigen. Der gesundheitliche Nutzen solcher Aktivitäten steigt im Laufe einer Stunde an, nimmt dann jedoch ab und kann gesundheitliche Schädigungen nach sich ziehen. Die Autoren plädieren für eine moderate Sportaktivität, die 30-60 Minuten nicht überschreiten sollte. Hier der Link zum Artikel: http://www.mayoclinicproceedings.org/webfiles/images/journals/jmcp/jmcp_pr87_6_2.pdf

“Potential Adverse Cardiovascular Effects From Excessive Endurance Exercise,” by James H. O’Keefe, MD, Harshal R. Patil, MD, Carl J. Lavie, MD, Anthony Magalski, MD, Robert A. Vogel, MD, and Peter A. McCullough, MD, MPH. Mayo Clinic Proceedings, Volume 87, Issue 6 (June 2012), DOI: 10.1016/j.mayocp.2012.04.005, published by Elsevier.